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| Gefaltete Zeit |
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| 02.09.2008 |
Umgestaltung des Kundengangs einer Waschstraße
Düsseldorf / Leipzig – Wer in Leipzig an der Tabaksmühle sein Auto in die ARAL Waschstraße fährt und während des Waschvorgangs nicht im Auto verweilen möchte, den lädt der neu gestaltete Besuchergang zu einem kurzweiligen Spaziergang ein. Sein Ausbau mit zahlreichen Faltungen der Decken- und Wandelemente erfolgte in Trockenbauweise. Die Realisierung der konstruktiv komplexen Ausbauarbeiten verlangte ein Höchstmaß an handwerklichem Geschick und wurde mit dem dritten Preis der Rigips Trophy in der Kategorie Trockenbau belohnt.
Nach mehrfachen, meist nur äußerlichen Sanierungsmaßnahmen entschied sich die Deutsche BP AG Bochum, vertreten durch den regionalen Territorial Manager Dirk Etzrodt, dem Kundengang der Leipziger Tankstelle und Waschanlage ein völlig neues und überraschend anderes Erscheinungsbild zu geben. Der Wunsch des Bauherrn war es, mit zeitgemäßen Materialien und optischen Elementen einen angenehmen Rahmen für die Kundschaft zu schaffen, die bis zu zehn Minuten lang durch den neu zu gestaltenden Raum schlendert.
Der Leipziger Architekt Karsten Lode übernahm es im Auftrag der TS.L Trockenbau GmbH, einen Raum zu schaffen, in dem Besucher entweder geradlinig neben dem eigenen Auto herlaufen oder sich ausruhen und informieren können. Die freie Zeit mitten im hektischen Alltag und die Wahlmöglichkeit für den einen oder anderen Zeitvertreib symbolisieren als „gefaltete Zeit“ die zahlreich gefalteten Abkofferungen an Decke und Wänden. Für Spannung sorgt deren ungleichmäßige Anordnung und vollkommen asymmetrische Linienführung.
Während die eine Wandseite und eine Hälfte der Decke durch ungewöhnliche Faltungen auf sich aufmerksam machen, zeigt die andere, glatte Seite der Wand großformatig das Bild eines virtuellen Zeitstrahls. An diesem in Airbrush-Technik erstellten Kunstwerk kann der Kunde ablesen, wie lange sich sein Fahrzeug noch in der Waschstraße befindet.
Die Materialwahl – hochwertig und wirtschaftlich
Bei der Suche nach dem geeigneten Material für die Umsetzung der erwünschten ungewöhnlichen Formen wurde schnell klar, dass sie nur in Trockenbauweise umzusetzen sein würde. „Mit Rigips-Platten konnten wir alle Ideen des Architekten leicht verwirklichen“, erklärt Thomas Niehoff. „Die Platten wurden auf der Baustelle zugeschnitten, da die Vorfertigung der ja jeweils einzigartigen Elemente unwirtschaftlich gewesen wäre. Meter für Meter haben wir so nach den Vorgaben des Architekten und der Vermaßung gearbeitet“, so Niehoff, der Geschäftsführer der TS.L Trockenbau GmbH, Leipzig.
Von der CAD-Planung zum Aufmass
Das komplexe Modell des Besucherganges entstand am Computer mit Hilfe von drei unterschiedlichen CAD- und Modelling-Programmen. Die geometrischen Formen wurden dabei durch die Entwicklung von Längsgraten festgelegt. In der gleichen Reihenfolge wie in der Computerplanung wurden sie als Kehlen und Grate in die Unterkonstruktion übersetzt. Ausgehend von einer ersten Zickzack-Linie am Boden wurden alle weiteren Linien (Grate) aufgebaut und einzelne Punkte miteinander verbunden. Ähnlich einer Differenzialrechnung bei mathematischen Funktionen standen die einzelnen Ableitungsgrade hier in einem geometrischen Zusammenhang. Aus dem ersten Grat entwickelten sich vier weitere.
Die Aneinanderreihung ungerader Flächen
Besonders schwierig gestaltete sich die Übertragung von Punkten in den Raum, wo die Kanten verschiedener Abkofferungen in der Luft zusammenliefen. Nach Abbildung der einzelnen Grate und Vermaßungspunkte wurden die Profile montiert, die „Rigips Bauplatten RB“ 12,5 mm auf Maß geschnitten und verschraubt. Eine besondere Herausforderung für das Team der TS.L Trockenbau GmbH bedeutete dabei die Ausführung der zahlreichen Kanten, die entweder als extrem spitze oder stumpfe Winkel zu fertigen waren. Auch die Anschlüsse der Konstruktion an die Fensternischen und die saubere Verspachtelung der Oberflächen erforderten viel handwerkliches Geschick. Auf Eckschutzschienen wurde dabei bewusst verzichtet, um die Faltung des Materials hervorzuheben.
Bautafel
Bauherr: Deutsche BP AG, Bochum
Betreiber: ARAL Tankstelle an der Tabaksmühle, Leipzig
Architekt: Karsten Lode, Leipzig
Trockenbau/GU: TS.L Trockenbau GmbH, Leipzig
Fachberater Trockenbausysteme: Frank Lindner, Saint-Gobain Rigips GmbH
Quelle: Saint-Gobain Rigips GmbH
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Suchworte für diese Mitteilung:
Saint-Gobain, Rigips, Trockenbausysteme, CAD, Wandelemente, Sanierungsmaßnahmen
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| Eintrag verfasst von: Uwe Dallmann (eingetragen am: 02.09.2008; zuletzt geändert am: 02.09.2008 21:04) |
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