Archiveintrag: Modell für ganzjährige Beschäftigung ausgehandelt
21.06.2005
Frankfurt, 21.06.05 - Die Tarifverhandlung für die rund 800.000 Beschäftigten des Baugewerbes sind heute erfolgreich beendet worden. Eine Vereinbarung zur ganzjährigen Beschäftigung, Fortschreibung der Mindestlöhne bis 2008 und eine einprozentige Lohnerhöhung sind die wesentlichen Elemente.
Bauarbeiter im Westen erhalten von September 2005 bis März 2006 sieben Einmalzahlungen von je 30 Euro. Zum ersten April 2006 werden die Löhne und Gehälter in den alten Bundesländern um 1 Prozent erhöht. Im Gegenzug gilt ab 2006 die 40- Stunden-Woche. Weiterhin wurde der Tarifvertrag Mindestlöhne für zwei Jahre fortgeschrieben. Für die IG BAU besonders wichtig ist die Vereinbarung zur Förderung der ganzjährigen Beschäftigung. Mit dieser soll die Schlechtwettergeldregelung abgelöst und gleichzeitig verhindert werden, dass arbeitslose Bauarbeiter im Winter nur noch das niedrige Arbeitslosengeld II bekommen. Die Arbeitgeber sollen künftig Kurzarbeitergeld beantragen können, ohne Sozialabgaben zahlen zu müssen. Damit ist jeder ökonomische Grund genommen, im Winter zu kündigen.
Die Tarifkommission der IG BAU kommt Mittwoch dem 22.Juni in Frankfurt zusammen. Vorher findet eine Pressekonferenz statt. Nähere Einzelheiten in Kürze.